Wenn Schnarchen zum Symptom wird

Was man über Schlafapnoe wissen sollte.

 

Wenn die Atmung nachts während dem Schlafen immer wieder aussetzt, spricht man von Schlafapnoe. Das griechische Wort apnoe bedeutet Atemstillstand/Nicht-Atmung. Bei einer obstruktiven Schlafapnoe kommt es durch ein Erschlaffen der Rachenmuskulatur zu einem Verschluss der oberen Luftwege. Betroffene können für einige Sekunden oder gar Minuten nicht atmen, es kommt zu einem Sauerstoffabfall und zu einem Erwachen. Diese Wachphasen und Atemaussetzer sind dem Leidtragenden am nächsten Tag jedoch meist nicht bewusst.

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Weil der Schlaf Betroffenen keine Erholung mehr bringt, leiden sie während des Tages an starker Müdigkeit. Starkes Schnarchen, nächtliche Atemaussetzer und Unkonzentriertheit tagsüber sind die wichtigsten Symptome für eine Schlafapnoe. Auch nächtliches Schwitzen und erhöhter Blutdruck können auf die Krankheit hinweisen. Dies sind typische Symptome für den typischen Schlafapnoe-Betroffenen: den übergewichtigen Mann mittleren Alters.
Frauen sind seltener betroffen, jedoch ist eine Diagnostizierung auch schwieriger, da sich die Symptome beim weiblichen Geschlecht anders äussern: Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Depressionen und Stimmungsschwankungen weisen bei der Frau auf eine Schlafapnoe hin.

Die Ursachen der obstruktiven Schlafapnoe sind weitgehend noch unbekannt. Auffallend ist, dass die Krankheit innerhalb von Familien gehäuft auftritt.

 

Wie bereits erwähnt sind Schlafapnoe-Patienten meist chronisch müde und unkonzentriert. Da der Körper jede Nacht zahlreiche Stresssituationen erlebt, welche vor allem die Tiefschlafphasen unterbrechen, kann der Körper sich nicht erholen. Man kann sich kaum wachhalten und es kommt oft zu Sekundenschlaf: vor dem Fernseher, am Arbeitsplatz oder gar im Strassenverkehr.

Mögliche Folgen von Schlafapnoe sind:

  • Unfälle durch Einschlafen am Steuer
  • Bluthochdruck
  • Herzkrankheiten
  • Schlaganfall
  • Diabetes
  • Depressionen
  • Sinken des Leistungsvermögens

Wer an Schlafapnoe leidet und sich schon morgens müde und erschöpft fühlt, sollte nicht Auto fahren. Bild: Lisa Fotios - pexels.com

Symptome können gelindert werden, indem man sein Gewicht reduziert, Alkohol und Schlafmittel vermeidet und gleichzeitig präventive Massnahmen für das Herz-Kreislauf-System umsetzt. Dies bedeutet konkret mit dem Rauchen aufzuhören, fettreiche Nahrungsmittel zu reduzieren und Sport zu treiben.

 

Leichte Schlafapnoen lassen sich durch eine solche Lebensstiländerung kurieren. Doch nicht immer reicht dies aus. Nebst chirurgischen Eingriffen und speziellen Hilfsmitteln ist die CPAP-Behandlung (Continuous Positive Airway Pressure)  die gängigste Standardtherapie – eine Überdruckbeatmung mit einer Nasenmaske.

Auf der Webseite der Lungenliga ist es Personen, welche vermuten von einer Schlafapnoe betroffen zu sein, möglich, einen Online-Test durchzuführen.
Bereits Diagnostizierte, welche eine CPAP-Therapie durchführen, erhalten in einem Erfahrungsaustausch zum Thema die Möglichkeit, Informationen und Erfahrungen auszutauschen.

 

Quelle: lungenliga.ch