Wenn die Pfeife blubbert

Unter Jugendlichen ist das Rauchen einer Shisha beliebt.

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Die Shisha ist die klassische und bei uns gängigste Art der Wasserpfeife. Es handelt sich dabei um eine traditionell orientalische Wasserpfeife mit einem Schlauch, durch welchen Tabakrauch inhaliert wird. Daneben gibt es auch die Bong, welche ohne Schlauch geraucht wird und hauptsächlich dem Konsum von Cannabis dient. Das Rauchen von Shishas ist Teil der arabischen Kultur, verbreitet sich jedoch auch in der Schweiz rapide. Vielerorts ist es möglich, dass man es sich in einer Shisha-Bar bequem macht und mit Freunden an dem Schlauch zieht. Shisha rauchen wird häufig gleichgesetzt mit Erholung und sich Zeit nehmen.


Unter Jugendlichen ist das Rauchen einer Shisha beliebt, auch für Nichtrauchende. Sie empfinden das Rauchen einer Shisha als Genussmittel und als harmlos. Doch es verbirgt sich mehr hinter dieser Gewohnheit als nur weisser Dampf. Wasserpfeifentabak enthält mehr Feuchtigkeit als gewöhnlicher Tabak und man erhält ihn in vielen verschiedenen Geschmacksrichtungen, wie z.B. Orange, Apfel oder Cola. Der Rauch der Shisha schmeckt dadurch mild. Das macht ihn unter Jugendlichen und auch Nichtrauchenden so beliebt.

Doch wie funktioniert das Ganze überhaupt? Auf einem Holzkohlegrill wird eine Mischung aus aromatischen Essenzen und Tabak erhitzt. Schliesslich wird stark am Schlauch gesaugt und der Tabakdampf passiert – unter blubbernden Geräuschen – das Wasserbehältnis und gelingt schliesslich in die Lunge des Rauchenden. Das blubbernde Geräusch hat der Wasserpfeife auch den Übernamen Hubble-Bubble gegeben, man kennt sie jedoch auch unter den Begriffen Hookah oder Nargileh. Ärzte warnen jedoch vor dem Shisha-Trend.


Heute weiss man, dass das Rauchen von Zigaretten stark abhängig macht und die Gesundheit schädigt. Doch auch das Rauchen einer Wasserpfeife darf nicht unterschätzt werden. Viele meinen, dass das Wasser einer Shisha die Schadstoffe des Rauchs herausfiltert. Doch dem ist nicht so: Der Rauch der Shisha enthält sogar mehr Schadstoffe, als der Rauch von Zigaretten. Denn bei der Shisha wird der Tabak nicht verbrannt, sondern glimmt nur vor sich hin. Dabei entwickeln sich giftige Substanzen in hoher Konzentration. Zudem enthält Shisharauch auch mehr Teer und Kohlenmonoxid als normaler Tabak.

 

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Da das Gruppenritual lange dauert, meist eine Stunde oder sogar länger, ist die Nikotinkonzentration im Blut nach dem Rauchen einer Shisha höher als nach dem Rauchen einer Zigarette. Kommt hinzu, dass auch wer selbst nicht aktiv am Schlauch zieht, nach einer Stunde Passivrauchen ähnlich viel Kohlenmonoxid inhaliert hat, wie beim aktiven Rauchen von sechs acht Zigaretten.
Sucht Schweiz fasst die Risiken für Wasserpfeifen folgenderweise zusammen:

  1. Der Wasserpfeifen-Tabak enthält Nikotin. Davon kann man stark abhängig werden.
  2. Teer und andere Schadstoffe können Krebserkrankungen hervorrufen (an Lippen, in der Mundhöhle, in der Lunge etc.).
  3. Das Kohlenmonoxyd kann zu Herz- und Kreislaufproblemen führen.
  4. Über den Schlauch können Krankheiten wie Herpes und Hepatitis übertragen werden.

Durch Aufklärungsaktionen in den Schulen versucht man auch im Kanton Solothurn verstärkt auf die Gefährlichkeit des Shisha-Rauchens hinzuwiesen. Angebote für Schulen sind Zigis, Alk und Co. , ready 4 life, oder videounterstützte Tabakprävention. Falls Sie Ihren Tabakkonsum reduzieren oder ganz aufgeben möchten, unterstützt Sie die Lungenliga Solothurn oder die Rauchstoppberatung der Solothurner Spitäler bei der Wahl der passenden Methode.