Präventiv gegen Demenz

Wer bewusst und gesund lebt, kann das Demenz-Risiko senken.

Es gibt Risikofaktoren, die Sie beeinflussen können.

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Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, an Demenz zu erkranken. Lateinisch dementia bedeutet übersetzt «weg vom Geist» / «abnehmender Verstand». Wie der lateinische Ursprung verrät, spricht man von Demenz dann, wenn die Leistungsfähigkeit des Gehirns gestört ist und die geistigen, kognitiven Fähigkeiten wie beispielsweise die Sprache oder das Denken eingeschränkt sind oder gar verloren gehen. Betroffene haben Mühe sich im Alltag zurechtzufinden und sind aufgrund der Einschränkung im täglichen Leben auf Hilfe angewiesen.

Es gibt viele verschiedene Demenzerkrankungen, Alzheimer tritt aber am häufigsten auf. Die meisten Betroffenen sind älter als 65 Jahre, daher ist oft die Rede von der «Altersdemenz». Noch immer gibt es kein Heilmittel, jedoch haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass körperlich fitte und geistig rege Menschen seltener demenzkrank werden. Befolgen Sie folgende Tipps, um zu einem gesunden und leistungsfähigen Gehirn beizutragen.

1. Bewegen Sie sich regelmässig
Bewegung tut dem Gehirn gut – einerseits wird die Durchblutung des Gehirns angeregt und es werden neue Zellen und Vernetzungen gebildet. Andererseits schützt regelmässiges Bewegen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und damit auch vor einem erhöhten Demenzrisiko. Bewegen Sie sich täglich eine halbe Stunde, überlisten Sie die Bequemlichkeit und integrieren Sie Bewegung in den Alltag ein.
Pro Senectute bietet beispielsweise zahlreiche gute Bewegungsangebote für Senioren an.

2. Essen Sie gesund
Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist genauso wichtig, wie regelmässige Bewegung. Essen ist für den Körper Energie und es spielt eine grosse Rolle, was man zu sich nimmt. Mediterrane Ernährung scheint vor Demenz zu schützen. Die Kochkunst der Italiener, Griechen, Spanier und Südfranzosen vermindert eine Demenz deutlich. Essen Sie häufiger Früchte, Gemüse, Fisch, Nüsse und ungesättigte Fettsäuren aus pflanzlichen Ölen und vermeiden Sie Fertiggerichte, rotes Fleisch und gesättigte Fettsäuren wie sie in Wurstwaren und anderen tierischen Produkten vorkommen.
Von der Ernährungsberatung KSO oder der Ernährungsberatung BSS werden Sie in Ihrem Vorhaben unterstützt.

3. Pflegen Sie Ihr Sozialleben
Verschiedene Studien haben herausgefunden, dass Menschen, die viele Freunde haben und sozial aktiv sind, länger geistig fit bleiben und seltener an einer Demenz erkranken. Freunde und Familie treffen, sich austauschen und sozial aktiv sein, fördert die Fitness des Gehirns. Nehmen Sie sich Zeit für Menschen, die Ihnen wichtig sind, denn wer sich regelmässig mit Menschen austauscht, fordert das Gehirn auf besonders vielfältige Weise und hält es in Schwung.
Das Alzheimer-Café oder die Alzheimer-Ferien sind gute Angebote für gemeinsame Aktivitäten.

4. Trainieren Sie Ihr Gehirn
Damit unser Hirn nicht verkümmert, müssen wir es benützen. Zahlreiche Studien weisen darauf hin, dass sich bei geistig aktiven Menschen Abbauprozesse weniger stark oder erst später bemerkbar machen. Gezieltes Training hilft, das Gehirn fit zu halten: Lesen Sie täglich, erlernen Sie eine Fremdsprache, musizieren Sie, lösen Sie Denksportaufgaben oder führen Sie ein kreatives Hobby aus.
Erkundigen Sie sich bei Alzheimer Solothurn oder Pro Senectute über Angebote.

 

Das Angebot von Alzheimer Solothurn umfasst Beratung, Unterstützung, Begleitung und Schulung von Menschen mit Demenz, deren Angehörige und deren Umfeld. Das Alzheimer-Telefon 058 058 80 00 informiert und berät Sie zu allen Fragen rund um Demenz auf Deutsch, Französisch und Italienisch. Montag bis Freitag: 8–12 und 13.30–17 Uhr

 

Trainieren Sie Ihr Gehirn. Bild: Pixabay - pexels.com