Kugelrund

Ernährung in der Schwangerschaft.

Bild: Megan Lynette - unsplash.com

Gerade in der Schwangerschaft macht sich so manche Frau zum Thema Ernährung intensiv Gedanken: Was ist eine ausgewogene Ernährung, wird mein ungeborenes Kind mit den richtigen Nährstoffen versorgt, was darf ich auf keinen Fall zu mir nehmen oder kann ich meine vegetarische oder gar vegane Ernährungsweise weiterführen? Dieser Beitrag soll einige Fragen klären, praktische Tipps vermitteln und Anlaufstellen, bei welchen man Unterstützung erhält, vorstellen.


Grundsätzlich gilt während der Schwangerschaft das Motto: Nicht doppelt so viel essen, sondern doppelt so gut! Der Energiebedarf einer schwangeren Frau steigt – obwohl der Körper Höchstleistungen erbringt – täglich nur um circa 250 Kalorien an, dies entspricht beispielsweise einer Scheibe Vollkornbrot mit einem Stück Käse. Wichtig ist zudem, dass Sie reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen: Trinken Sie täglich 1,5 bis 2 Liter Wasser oder ungesüssten Tee. Vermeiden Sie Alkohol und beschränken Sie Ihre Koffeineinnahme. Deutlich mehr steigt im Gegensatz zum vorhin genannten Energiebedarf die Versorgung von Vitaminen und Mineralstoffen: Mit Hilfe einer ausgewogenen Ernährung lässt sich dieser zusätzliche Bedarf jedoch weitgehend decken. Wichtige Nährstoffe in der Schwangerschaft sind Folsäure, Vitamin D, Eisen, Jod und Omega-3-Fettsäuren.

Folsäure findet sich beispielsweise in grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten oder Vollkornprodukten wieder. Vitamin D wird vom Körper durch Sonnenbestrahlung gebildet – gehen Sie also viel nach draussen an die frische Luft. Eisen können Sie in Form von Fleisch oder Eiern zu sich nehmen, doch auch pflanzliche Lebensmittel wie Nüsse, Hülsenfrüchte oder manche Gemüsesorten enthalten Eisen. Wenn Sie im Haushalt jodiertes Speisesalz brauchen, hilft dies, den Bedarf abzudecken. Omega-3-Fettsäuren finden sich beispielsweise in fettreichem Fisch wieder. Wenn Sie unsicher sind, ob Sie ihre Nährstoffe abdecken, können Sie sich bei ihrem Frauenarzt informieren. Nahrungsergänzungsmittel könnten Ihnen in diesem Fall helfen.

Bild: Jonathan Pielmayer - unsplash.com

Für Schwangere gelten grundsätzlich die gleichen Ernährungsempfehlungen wie für Nichtschwangere. Die berühmte Lebensmittelpyramide veranschaulicht eine ausgewogene Ernährung. Animieren Sie Ihren Partner, sich in der Schwangerschaft auch ausgewogen zu ernähren, so lässt sich dies im Alltag besser umsetzen und Ihr Partner tut seiner Gesundheit auch etwas zu Gute.


Die Gefahr von Infektionen in der Schwangerschaft reduzieren Sie, indem Sie keine rohen oder unzureichend erhitzten tierischen Lebensmittel wie Rohmilch, Fleisch, Geflügel, Fisch, Meeresfruchte oder Eier konsumieren. Zudem müssen Sie Lebensmittel richtig lagern, das Verbrauchsdatum beachten und Gemüse und Früchte gründlich waschen.

 

Eine vegetarische Ernährung ist auch während Schwangerschaft möglich. Voraussetzung ist eine ausgewogene Ernährung, bei der ein besonderes Augenmerk auf diejenigen Nährstoffe gelegt wird, welche üblicherweise über Fleisch und Fisch zugeführt werden, insbesondere
Vitamin B12 und Omega-3-Fettsäuren. Wer sich während Schwangerschaft vegan ernähren möchte, sollte seine Nährstoffversorgung überprüfen lassen und sich ärztlich beraten lassen.

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